Das inmitten der Kleingartenanlage Trier-Ost nahe der Olewiger Straße gelegene Nutzwasserwerk fristet seit Jahrzehnten einen Dornröschenschlaf und ist selbst den Trierern kaum bekannt. Dabei handelt es sich um eine interessante Anlage der Industriearchitektur, von deren Art und Funktion es in Deutschland nur noch wenige gibt. Der 1908 im Altbachtal angelegte Nutzwasserbehälter diente bis 1969 der Wasserversorgung. Der Backsteinbau ist im Stil eines neobarocken Weinbergshäuschens gestaltet, sein Sockel aus Schieferbruchsteinen basiert auf einem quadratischen Grundriss, hat kleine vergitterte Fenster und gipfelt in einem geschwungenen verschieferten Pyramiddach. Im Inneren führt eine Treppe zum ehemaligen Pumpenkeller und zum ersten Gewölbe des Behälters hinunter zu den Tanks: Das 1.000 m³ fassende Becken ist halb in die Erde eingetieft und mit Erdreich abgedeckt. Zusammengesetzt ist es aus elf stichbogig gewölbten und abgeteilten Kammern, die jeweils am Ende untereinander verbunden sind. Durch das marode Dach ist in den letzten Jahrzehnten Wasser in den Dachstuhl gelangt, so dass dieser stark einsturzgefährdet ist. Darüber wurde auch das heruntergekommene Innere des Schieberhauses in Mitleidenschaft gezogen und ist daher dringend sanierungsbedürftig.
Die Instandsetzung des „Schieberhäuschens“ ist ein gemeinsames Projekt der Stadt Trier und der Trier Gesellschaft e. V.: Für die Renovierung sind rund 120.000 € nötig, die durch Spenden eingeworben werden müssen. Unterstützen daher auch Sie die Arbeit der Trier Gesellschaft e. V. durch Ihre Mitgliedschaft oder Spende auf das Spendenkonto DE87 5855 0130 0000 9048 88 (SK Trier, BIC: TRISDE55XXX).

